Wann können wir von einem deutschen Islam ausgehen?

Was berechtigt uns dazu, zu behaupten, oder woher wissen wir, dass knapp 5 Mio Muslime in Deutschland leben? Anders gefragt: Gibt es irgendetwas, woran sich die Existenz von soundsoviel Muslimen in Deutschland ablesen oder festmachen lässt? Und wenn ja, woran? An hitzigen Leitkulturdebatten etwa oder eine gewisse Demonstrativität nie entbehrender Sichtbarkeiten wie die Verschleierung von muslimischen Frauen?

 

Wir müssen fragen, wozu der Mensch überhaupt fähig ist. Denn wozu der Mensch befugt, ja verpflichtet ist, leitet sich davon ab, was im Rahmen seiner Möglichkeiten liegt. Vor allem ist der Mensch dazu fähig, sich zum Satz durchzuringen, dass der Kapitalismus nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Da ist aber auch schon Ende der Fahnenstange, könnte man meinen. Über alles, was darüber hinausgeht, könnten wir uns demzufolge höchstens die Bemerkung erlauben: „Es hat zwar Methode, ist aber Wahnsinn“. Wir sollten uns aber darüber im Klaren sein, dass der Glaube, dass der Kapitalismus nicht das Nonplusultra ist, sich im Grunde von der Erkenntnis speist, dass wir das Richtige nie im Falschen suchen können. Und falls wir das wissen, dann wissen wir mehr und sind zu viel mehr befähigt als uns im Grunde bewusst ist.

 

Was heißt das? Ein falsches Leben, das nichts Richtiges hergibt, ist ein Leben ohne ein „Leben danach“, das uns zur Rechenschaftsablegung anhält. Ein Leben, das dies nicht mitberücksichtigt, wird es sich in keinster Weise nehmen lassen, immer wieder vom Regen in die Traufe zu geraten. Es wird immer darin verstrickt sein, was es vorgibt, von der Hand zu weisen, da es davon ausgeht, was realisierbar ist, und was nicht – zumal es davon lebt. Die Fähigkeit des Menschen erschöpft sich infolgedessen darin, entweder so zu leben, wie wenn er nie sterben würde, schlicht und einfach nach dem Motto, dass wir auf lange Sicht alle den Löffel abgeben werden. (Das ist die Sicht, die der Marktwirtschaft den idealen Nährboden liefert. Denn Marktwirtschaft ist Produktion für den Markt und nicht das Feilbieten von Produziertem auf dem Markt.) Oder der Mensch lebt in dem Bewusstsein, dass er, früher oder später, nicht nur den Löffel abgeben wird, sondern dass es ihm an den Kragen gehen wird, falls er sein Leben darauf abstellt, was er vor Gott nicht verantworten können wird. (Und das ist die Sicht derer, die der Marktwirtschaft nichts schulden und die der Bezeichnung „Muslim“ zu einer gewissen Aussagekraft verhelfen für das vor Gott einzig Verantwortbare.)

 

Einem Angehörigen der muslimischen Gemeinschaft wird niemand die Gesellschaft aufkündigen können, ohne sich den Anwandlungen der Marktwirtschaft auszusetzen. Doch wann können wir erst von der Existenz einer solchen Gemeinschaft sprechen? Es kommt immer darauf an, auf welche Reflexe sich jeweils eine Gesellschaft verlässt, um sich zu behaupten, der Ausbildung und Kultivierung welcher Reflexe sie ihren Erfolg verdankt. Es ist so, wie es Niels Bohr auf die Frage, wieso in Wildwestfilmen immer der gute Held den Bösewicht erledigt, auf den Punkt gebracht hat: “Weil der Gute nicht denken muss“. Nur dass eine gute Gesinnung immer ein Zeichen einer gelungenen Denkaktivität ist. Was wir uns in Anbetracht dessen vor Augen halten müssen, ist, angesichts der Notwendigkeiten welcher Interessen die Gesellschaft, in der wir leben, Zuflucht in der Ausbildung und Kultivierung welcher Reflexe sucht.

 

„Die menschlichen Gemeinschaften geben eine ziemlich morbide Figur ab, wenn es darum geht, zu erkennen, in welchem Zusammenhang ihr nationales Interesse zum Kapitalismus steht.“* Seit dem Ersten Weltkrieg wird den Deutschen verwehrt, sich in einer Welt, in der das impertinente Kapitalgebaren den Ton angibt, sich als eine „Nation“ zu institutionalisieren, deren Angehörige die Zuversicht leitet, dass es etwas gibt, worauf sich alle verlassen können. Seit dem Zweiten Weltkrieg „punktet“ man auf deutschem Boden in jeder Hinsicht nur damit, dass man sich sicheren Schrittes innerhalb dieses Rahmens bewegt. Die immer wieder aufflammende Leitkulturdebatte dreht sich um die Aufstellung eines entsprechenden „Punktesystems“ innerhalb dieses Rahmens. Die Existenz einer mit muslimischem Bewusstsein ausgestatteten „islamischen Gemeinschaft“ wird man in Deutschland unter diesen Umständen an der Existenz von deutschen Muslimen ablesen und festmachen können, die diesem Rahmen ihre Rechtmäßigkeit absprechen, indem sie der Rechenschaftspflichtigkeit des Menschen vor Gott Ausdruck verleihen. Das wird eine Gemeinschaft werden, in der das Kopftuch für den demonstrativen Austritt aus dem „Dienst des Weltsystems“ stehen wird. Erst dann können wir von einem „deutschen Islam“ sprechen, der einem „German Islam“ eine Absage erteilt haben wird.

 

*          İsmet Özel, Wie führt das Kopftuch tragende Mädchen das nationale Interesse mit dem Wort zusammen?, Online-Artikel vom 1. September 2017

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Über Uns

Wer sind „wir“? Weder davon, warum es den Deutschen im letzten Jahrhundert vergönnt blieb, ein über ihr eigenes Schicksal bestimmendes „Wirgefühl“ zu entwickeln, noch auch davon, was den Islam mit der „Moderne“ in welche Beziehung setzt, lässt sich diese Frage trennen. Da, wo sich diese beiden Fragen einander berühren, ja umschlingen, sucht der Verein Deutsch Schreibende Muslime seine Existenzberechtigung. Ob sich deutsche und deutschsprachige Muslime werden zusammenfinden können, willens und fähig, zu erkennen, worin das Entscheidende dieser Fragen liegt, erst das wird darüber entscheiden, wer wir sind.

Um das Konkrete kommen wir nicht drumherum: Auf Geheiß des US-Außenministeriums wurde am 30. Oktober 1961 zwischen dem Nachkriegsdeutschland und der Türkei ein Anwerbeabkommen unterzeichnet. (Der Vietnamkrieg war bereits voll im Gange und in den Straßen europäischer Hauptstädte herrschte noch Ruhe.) Zweieinhalb Monate nachdem am 13. August 1961 mit der Berliner Mauer dem Eisernen Vorhang nachträglich ein handfestes Sinnbild verschafft wurde; fast anderthalb Jahre nachdem am 27. Mai 1960 ein Putsch dem Nachkriegsunternehmen der Türkei (gemeint ist der Erste Weltkrieg), sich als ein „modernes“ Land zu etablieren, in dem die Rolle des Islam als eine politische Größe nicht von der Hand zu weisen ist, ein jähes Ende bereitet hat. Die Mauer gehört mittlerweile in die Mottenkiste der Geschichte – ohne dass man sagen könnte, was sie als Folgeerscheinung welches politischen Ereignisses von großer Tragweite über 28 Jahre den Menschen hüben wie drüben vorenthalten hätte. Niemand hat heute den Kalten Krieg mit all seinem Brimborium an Theaterdonner noch im Ohr. Dass man heute aber glaubt, den Deutschen knapp 5 Mio. „Muslime“ an die Backe geschmiert zu haben, während in Syrien, um mit İsmet Özel zu sprechen, Amerikas „zweites Vietnam“ tobt, das zeigt umso mehr, wie präsent der Erste Weltkrieg schon immer war – und nicht der Zweite Weltkrieg. Denn es war der Erste Weltkrieg, der die „Nationen“ den Umständen des Finanzkapitals ausgesetzt hat, die in der Türkei erst nach dem 27. Mai 1960 zu Buche geschlagen haben.

In was für einer Welt leben wir? In was für einer Welt möchten wir leben? Der Verein Deutsch Schreibende Muslime hält an diesen Fragen fest und stellt ihnen folgende Überlegung voran: Über unser Weltbild entscheidet die Frage, wer wir sind. Wer wir sind, ersehen wir daran, auf welche Bande wir zählen. (Ob wir es vorziehen, zu leben, indem wir die Welt verbrämen oder sie plündern, läuft insofern aufs Gleiche hinaus.) Wird sich der Deutsche auch künftighin daran halten, was ihm die auf seine unnachahmlichen Schrullen gemünzten Kapitalnotwendigkeiten noch an „Überraschungen“ ins Haus bringen werden? Dann wird er erst recht nicht davon verschont bleiben, was die Kapitalnotwendigkeiten noch alles an – als Überraschung aufgemachter – Schmach zu bieten haben werden. Oder können (wollen) wir davon ausgehen, dass es im Leben des Deutschen etwas gibt, von dem die Kapitalbande nicht zehren und das ihn davor bewahrt, zur Witzfigur dieser degradiert zu werden? Dann wird ihm das nur insofern zu einem Befreiungsschlag werden, als er gewillt ist, darin auch eine Gnadenbezeigung Gottes zu sehen. Alles, was ihm im Zuge eines zu vollbringenden Drahtseilaktes andernfalls Schweiß auf die Stirn treibt, gerät so, geht er auf die Gnade Gottes ein, zu unverwechselbaren Eigenheiten seines Charakters, die ihm aufzeigen, worin seine Verantwortung erst liegt. Es ist immer der, in dessen Gnade wir stehen, der uns eine Identität stiftet.

Identität ist kein Erbteil, kommt aber nie ohne ihn aus. Solange der Deutsche die Frage seines Schicksals nicht an Dritte delegiert, an vollendete Tatsachen, die eigens auf ihn zugeschnitten sind, wird er in allem, was ihm den Vorwurf der „nationalen Schande“ und den Ruf der Unverbesserlichkeit einbringt, das Produkt eines „schmutzigen Deals“ identifizieren können, der dazu dient, dass das Ansehen des allgültigen Profitarguments kein Schaden nimmt. Dass er sich nicht auf diesen schmutzigen Deal einlässt und von einem „Handel mit Gott“ zu berichten weiß, bei dem er sicher sein kann, dass sein Einsatz nie hoch genug ausfallen wird, davon werden wir nur dann ausgehen können, falls er sein Auge für die folgenden drei Punkte auch zu schärfen vermag:

1. Nur solange sich das „Wirgefühl“ des Deutschen von einem schmutzigen Deal speist, bei dem jede Hand sich den eigenen Anteil zu sichern sucht, indem sie eine andere wäscht, wird sich der Kapitalismus auch des Vorwandes zunutze machen können, „dass die Deutschen auch nicht besser sind“.

2. Falls wir davon ausgehen können, dass der Islam eine „moderne“ Religion ist, dann müssten wir in der „Moderne“ auch den Lackmustest der Taubheit Europas für Gottes Wort ausmachen können. Denn ohne den von der europäischen Zivilisation initiierten „Neutralisierungsprozess“ der Islamisierung Anatoliens ist die „moderne Geschichte“ undenkbar.

3. Erst ein Deutscher, der sich davon befreit hat, zur faulen Ausrede eines Lebens geworden zu sein, das sich durch Taubheit für Gottes Wort kennzeichnet, wird darin, den Islam in der Türkei zu einer nicht mehr der Zurechtweisung dienenden Unverbindlichkeit herabzustufen, eine vergebliche Maßnahme des Kapitalismus sehen, endlich erleichtert aufzuatmen.

Dass sich Muslime zusammenfinden, um sich als Deutsch Schreibende Muslime hiervon ausgehend hierfür schriftlich und mündlich zu betätigen, das möchten wir uns hiermit erhoffen.

 

Deutsch Schreibende Muslime

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Vortrag: Ist der Islam eine Religion oder How many Germanies do exist?

Was vom inszenatorischen Kraftakt, den Islam in die Ahnenreihe handelsüblicher Religionen zu stellen, übrigbleiben wird, wird sich zeigen. Ohne sich zur faulen Ausrede eines gewissen Dr. Jekyll zu mausern, wird sich kein Deutscher der Frage entziehen können, was von dieser Darbietung zu halten ist. Anders ausgedrückt: So wie es nicht im Ermessen der Deutschen liegt, unter welchen Bedingungen ihre politischen, ökonomischen und sonstigen Institutionen welche Funktion innehaben, ist es ihnen genauso wenig überlassen, darüber zu entscheiden, unter welchem Zeichen man sich in Deutschland über den Islam auslässt. Das „andere Deutschland“ zeugt vom Ersteren, der „German Islam“ vom Letzteren. Solange es den Deutschen vergönnt bleibt, den Zusammenhang zwischen diesen beiden Figuren zu durchschauen, werden sie eine eigens auf sie gemünzte Verantwortung darin sehen, nicht als unliebsame „Himmelsstürmer“ dazustehen, und doch nie umhin können, diesen Eindruck zu erwecken, während der Unglaube (der auf den Kapitalismus setzt) alles daransetzt, die einzige Möglichkeit seiner Überführung bis zur Unkenntlichkeit zu entstellen.

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Die Aufgabe deutschsprachiger Muslime

 

Nur zu gerne erwiderten wir auf die Fragen Wo stehen wir heute? und Wohin gehen wir?: „Dahin, wo diese Fragen einer Antwort harren“ – duamız bu* . Nur in dem Maße, in dem wir uns nicht zu schade sind, das Vertrauen derer zu suchen, die sich einen Sinn für das Schmach- und Unheilvolle bewahrt haben, können wir auch hoffen, nicht zum Verhängnis anderer zu werden. Darüber sollten wir uns voll und ganz bewusst bleiben. Doch was ist das Schmach- und Unheilvolle, was das Vertrauenswürdige? Wem diese Fragen einer gewissen Beachtung wert sind, der müsste, umso mehr, als sich „intellektuelle Hochstapler“, wo immer auf der Welt, durchweg dazu verdingen, die lauernde Gefahr eines auflebenden Nationalismus zu beschwören, über die Implikationen des folgenden Satzes aus einem Online-Artikel vom 11. Oktober 2017 stolpern: „Und dass, wenn’s so weit ist, euch dämmert, dass seit 1945 ganz Europa, mit all seinem Norden, Süden, Osten und Westen, eine Kolonie des Finanzkapitals ist, wird euch ein bitteres Lächeln aufsetzen.“** Doch wer eher darüber stolpert, dass dieser Satz der Feder eines türkischen Dichters stammt, dem sei zugeraunt, dass die Türkische Republik weltweit das einzige Staatsgebilde ist, das (1923) wider den Kapitalnotwendigkeiten ins Leben gerufen wurde, und dass es die Impertinenz derselben Notwendigkeiten ist, die die ganze Region rund um den Fruchtbaren Halbmond seit dem 11. September unwiderruflich umzukrempeln versucht. Daran hängt viel zu viel, allzu viel, wenn nicht alles, als dass es die Umstände gestatteten, es in die Welt auszuposaunen.

 

Versuchen wir es mit einem Gedankenexperiment, das sich gewaschen hat: In einem Land, in dem man nach dem Zweiten Weltkrieg auch weiterhin bereit gewesen wäre, „Deutschland, Deutschland über alles“ zu rufen, hätte man nicht alles dem Profittrieb hingeben können. Der Himmel auf Erden, den man den Menschen versprochen hat, war der einzige Nährboden, auf dem der Kalte Krieg gedeihen konnte. Doch will das nichts weiter heißen. Läge man heute nicht schlichtweg falsch, sagte man, eine den Rachen nicht voll kriegende Sinn- und Wertlosigkeit ungeahnten und nicht dagewesenen Ausmaßes grassiere allenthalben? Dem Menschen gebricht es weder an Visionen noch an Utopien. Eine durch aggressive Gleichgültigkeit auftrumpfende menschliche Dimensionslosigkeit scheint als Grundlage eines Selbsterhaltungstriebes derart in Fleisch und Blut übergegangen zu sein, dass man heute, ohne groß auf Befremden zu stoßen, einen das Leben eines Menschen ausfüllenden Sinn und Wert darin sehen könnte, sich mit Leib und Seele für den Ausbau von (z. B.) Fahrradwegen zu engagieren. Doch mehr als dass er uneingelöst blieb, scheint man dem Versprechen von „blühenden Landschaften“ nichts einzuwenden zu haben. Wieso? Der Erste Weltkrieg hat den Menschen ihre Träume genommen. Der Zweite Weltkrieg ihnen Illusionen aufgebrummt. Das Ende des Kalten Krieges schließlich das „Recht der ersten Nacht“ als knochentrockene Nüchternheit ausgegeben. Nichtsdestotrotz – dass man in einem Land (nämlich: Deutschland), dessen Bürgern man als Rechtfertigungsgeste nur das Recht zum „Freudschen Versprecher“ zugesteht, es eher vorzieht, ohne die Flüchtigkeit der Erscheinungen groß zum Vorwand zu nehmen, sich in die Illusion der Beständigkeit des irdischen Lebens zu verschanzen, das müsste einem noch Möglichkeiten offenhalten, ein Interesse dafür zu wecken, wie weit das Finanzkapital, dem seit dem Zweiten Weltkrieg rein „Abstauber“-Prätentionen nachgesagt werden können, es gebracht zu haben glaubt, die einzige Möglichkeit seiner Überführung als das Schmach- und Unheilvolle überhaupt (sprich als „Unglaube“, d. h. küfür) bis zur Unkenntlichkeit zu entstellen.

 

Zeugt es aber nicht von geistiger Grobschlächtigkeit, Menschen in „Gläubige“ (mü’min) und „Ungläubige“ (kâfir) einzuteilen und von einem drolligen Anachronismus, „Kapitalismus“ und „Unglauben“ (küfür) über einen Leisten zu schlagen? Wer sich als Antikapitalisten gibt, ist doch noch lange kein Gläubiger, und Glaube und Kapitalismus lagen bekanntlich miteinander noch nie besonders im Clinch. Doch versuchen wir den Stier bei den Hörnern zu nehmen: Gerade weil der „Antikapitalismus“ von einer Haltung zehrt, die wir uns nicht erst anzueignen brauchen, um sie einzunehmen, sondern die daraus erwächst, dass wir uns über unsere Verantwortlichkeit als Menschen nicht hinwegsetzen, ist uns die Haltung, die dem Antikapitalismus zugrunde liegt, im Grunde gegenwärtiger als der Glaube. (Das gilt es erst einmal festzuhalten.) Wenn aber andererseits, wie es heißt, Glaube und Kapitalismus näher beieinanderliegen, als es auf den ersten Blick den Anschein hat, dann liegt das daran, dass sich der jüdisch-christliche Herrschaftsanspruch im Gegenzug dafür, dass er von den Umständen des kapitalistischen Fait accompli im entscheidenden Moment seinen Nutzen ziehen durfte, hinlänglich erkenntlich gezeigt hat. Daran schließt sich folgende Überlegung an: Ohne an unsere menschliche Verantwortlichkeit erinnert zu werden, können wir dem, was aus dem Dreigespann aus kapitalistischer Zumutung, jüdisch-christlicher Unzumutbarkeit und griechisch-römischer Dreistigkeit erwachsen ist – das ist das Beziehungsgeflecht, das wir „westliche Zivilisation“ nennen – nicht das Geringste abzugewinnen versuchen. (Und das ist das Zweite, was es festzuhalten gilt.) Erst von hier aus können wir den Versuch starten, uns in Richtung dessen vorzuwagen, was uns erlaubt, einen Unterschied zwischen „Glaube“ und „Unglaube“ zu machen. Immer vor Augen, dass es der Glaube ist, was uns vor Pseudoverantwortungen bewahrt.

 

Dazu wollen wir folgende Überlegung anstellen: Als Menschen sind wir partout hin- und hergerissen zwischen verschiedenen Polen, Gegensätzlichkeiten und Widersprüchlichem. Sie aus unserem Leben zu tilgen zu versuchen, gereichte ihm mehr zum Schaden als zum Nutzen. Doch worauf kommt es im Leben im Endeffekt an? Auf ein integres Leben oder ihm zuträgliche Lebensumstände? Eine gehörige Portion Ehrfurcht vor der Realität oder eine Prise Idealismus? Auf den Reiz des Originären oder den Vorteil des Bewährten? Auf Zweckbündnisse oder Schicksalsgemeinschaften…? Vor allen Dingen müssen wir aufhören, das wehklagende oder jauchzende Joch unter diesen Gegensatzpaaren als die Herausforderung unseres Lebens zu betrachten. Es ist weder möglich noch wünschenswert, aus unserem Leben ein ungehemmtes Drauflosleben zu machen; noch dürfen wir glauben, es liege in der Natur der Dinge, dass sich die Katze immer in den Schwanz beißt. Es ist zumeist das, womit wir bis dahin gut gefahren sind, was wir „Konsequenz“ nennen. Der, dem wir einen „Schlingerkurs“ nachsagen, kennt immer nur Eines: das, was ihm auf die Sprünge hilft. Von daher: Ob wir bemüht sind, uns gegen das, was unserer menschlichen Begrenztheit launenhaft und eigenwillig erscheint, abzusichern, damit er uns ja keinen Strich durch die Rechnung macht, oder auch darum, seine Möglichkeiten voll und ganz auszuschöpfen; an unserem Verantwortungsgefühl werden wir stets auszusetzen haben, dass er darauf vertraut, was wir nicht umhin werden können, den „frommen Wunsch“ unseres Dünkels zu nennen – was denn auch stets unversehens in einen „frommen Betrug“ umschlägt. Machen wir uns aber nichts vor; das einzige Gesetz, welches das irdische Leben kennt, ist die Schimäre, und die Frage ist, ob er unseren Selbstbehauptungswillen anfeuert oder unseren Willen zur Verantwortung stärkt. Das, was uns gegen unseren Dünkel, der uns im Grunde tagtäglich vor Augen geführt wird, wappnet, das heißt dagegen, dass wir uns über unsere Verantwortlichkeit als Mensch hinwegsetzen (mit anderen Worten: ungläubig daherkommen), ist der Glaube daran, dass der Mensch völlig im Dunkeln tappt, falls er sich danach richtet, was er glaubt, denkt, meint und hofft, dass das Leben ihm bescheren wird und was nicht. Glaube ist daher ein klarer Fall von „Denkste!“, Zeugnis abzulegen davon, eines Besseren belehrt werden zu können und daher eine „Gotteslästerung“ christlicher Observanz, die menschlich-abgrundtiefe Schlechtigkeit zu beschwören und zu glauben, dazu verdonnert zu sein, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Und zu denken, „offene Rechnungen“ würden dadurch, was uns die Eigengesetzlichkeit der Ereignisse zeitigt, sozusagen bereits im Voraus beglichen, ist eine Anmaßung jüdischer Einrichtung.

 

Doch dürfen wir nicht voreilig Schlüsse ziehen. Denn nur dann, wenn wir Gottes Wort auch als solches annehmen, kann unser Glaube an das Verborgene auch beanspruchen, ein Zeichen unseres Verantwortungsbewusstseins zu sein. Ohne dass wir uns (ohne Wenn und Aber) auf die Grenze einlassen, die zwischen göttlicher Gnade (helâl) und göttlichem Zorn (harâm) verläuft, bliebe uns für immer verborgen, wovon wir uns was versprechen können, und hätten keine andere Wahl als uns für eine oder mehrere unter unendlich vielen Schimären, die das irdische Leben uns bietet, zu entscheiden. So bliebe uns verborgen, dass die moralische Integrität eines Lebens nie von dem zu trennen ist, womit es sich abgibt und vice versa; dass uns ausschließlich das als völlig „unrealistisch“ überzogen anmuten müsste, was wir nicht übers Herz bringen können, da es sich auf Gottes Wort nicht berufen kann, selbst wenn es daherkäme, wie wenn es dem Leben abgelauscht wäre; dass der ganze Hickhack zwischen „alt“ und „neu“ im Grunde nur dazu dient, dem „Übel“, das uns all dem Schabernack und Schnickschnack diesseitigen Lebens aussetzt, mit dem Anstrich der „Notwendigkeit“ zu versehen; dass Schicksal das ist, was uns davor bewahrt, uns in den Fängen der Umstände zu wissen – ist der Mensch doch das einzige Geschöpf Gottes, das Gott die Gehorsamkeit verweigern kann, und dass nur die Nähe derer, denen die wahre Schmach und das eigentliche Übel darin liegt, Gottes Wort den Gehorsam zu verweigern, uns davor bewahrt, auf anderen zum Verhängnis werdende Bindungen einzugehen.

 

Was den Kapitalismus als Unglauben (küfür) ausweist, das heißt, was ihn mit dem Islam zusammenführt, bleibt noch auszuführen. Einen Islam, der uns darüber aufklärt, wann wir davon ausgehen können, uns zu Vasallen derer gemacht zu haben, die aus der Schimäreneinfalt des irdischen Lebens ein Mittel der Tyrannei aus freien Stücken fabriziert haben, wird man in die Ahnenreihe handelsüblicher Religionen stellen wollen. Der Islam ist kein Glaube. Er speist sich vielmehr vom „Glaube-Unglaube-Antagonismus“, und dieser Antagonismus ist das einzige Gegensatzpaar, von dessen Kultivierung sich der Kapitalismus keine Frischluftzufuhr erhoffen kann, denn vor allen Dingen den Gedanken, dass, ob Optimist oder Pessimist, „Mist“ in jedem Fall mit von der Partie sein muss, verwirft der Islam von vorneherein. Versuchen wir uns für die folgende Frage zu erwärmen: Macht der Einwand, dass dieser Unterschied heute im Grunde nicht zum Tragen kommt, zumal er einfach hoffnungslos démodé anmutet, denjenigen, der ihn erhebt, zu einem Muslim oder Nichtmuslim? Ich meine: wenn behauptet wird, dass dieser Unterschied heute – außer im Terrorismus-Jargon – nicht besonders ins Gewicht fällt, dann kann das nur heißen, dass das, worauf sich der Unglaube stützt (nämlich das unbedingte Primat des Profits), nicht konkurrenzlos das Feld behauptet, sondern einfach tolldreiste Züge eines leichten Spiels angenommen hat. Die Besinnung auf die Grenze zwischen Glaube (imân) und Unglaube (küfür) wird uns daher davor bewahren, uns als Muslime zu wähnen, nur weil wir nicht auf den Vorteil verzichten wollen, als progressive Muslime durchzugehen, da wir sonst fürchten, mit dem Schinken nach der Wurst werfen zu müssen, oder uns dazu gezwungen zu sehen, auf die Gefahr einer islamischen Ideologisierung hinzuweisen, weil wir sonst glauben, in den sauren Apfel beißen zu müssen. Floriert der Unglaube, haben Schwindel und Betrug Hochkonjunktur. Denn wer nicht auf die Einhaltung der Grenze vertraut, die ihm von Gottes wegen gesetzt ist, wird immer nur seinen Dünkel in die Notwendigkeiten der Umstände hineindeuten.

 

„Über die nahe Zukunft der Welt wird der Umstand entscheiden, ob diejenigen Personen und Gesellschaftskreise, die nur über das verfügen, was sie sich auch rechtmäßig verdient haben, einer Welt unter der Ägide des Kapitals einwilligen werden oder nicht, obwohl sie keine Türken, sondern Ungläubige sind“, schreibt Ismet Özel in einem anderen seiner jüngsten Online-Artikel. Nur dann, wenn diejenigen, die über das hinaus, was ihnen zusteht, keinen Anspruch erheben, auch bereit sind, das aus einem Gefühl der Verantwortlichkeit heraus zu tun, wird das auch die Frage aufwerfen, welches Primat welchen Willens sich mit der Würde des Menschen verträgt. Dass man sich in Deutschland eher hinter die Illusion der Beständigkeit des Erdenlebens verschanzt, anstatt sie als die Gelegenheit beim Schopfe zu packen, wird den Menschen dabei erheblich zustatten kommen. Ob es sich mit der Würde des Menschen verträgt, in einem Land zu leben, in dem man darüber sinniert, ob ein „deutsches Europa“ oder ein „europäisches Deutschland“ das kleinere Übel ist, oder eher in einem, in dem es einem nicht zum Erfolg gereicht, mit etwas ungerupft durchzukommen, davonzukommen, dem müssten daher vor allem die Neigungen und Sorgen deutscher, deutschsprachiger Muslime Rechnung tragen. Dass nur die Harten in den Garten kommen, ist eine urbane Legende.

 

*  Frei übersetzt Türkisch für: „Das ist es, wofür wir einstehen.“

** İsmet Özel, -Mış Gibi Türkiye’nin Sonu (III), Das Ende der Als-ob-Türkei (III), Online-Artikel vom 11. Oktober 2017 der İstiklal Marşı Derneği (Verein für die türkische Nationalhymne)

 

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Who’s the worst master?

Die Frage ist, wovon wir uns bewahrt wissen wollen. Lebenserfahrung ist, was uns dazu verhilft, den Unterschied von Theorie und Praxis über Bord zu werfen. Unser Leben ist voll von an uns abprallenden Ereignissen, die uns in dem Maße die Augen öffnen, in dem wir einen moralischen Schaden nicht an Bedingungen knüpfen. Goethes „Wandrers Nachtlied“ mit dem Eingangsvers Über allen Gipfeln ist Ruh stimmt uns für ein Bewusstsein für das Entwürdigende dessen ein, das Leben als etwas Gegebenes zu betrachten. Wer nicht in Rechnung stellt, sich eventuell für seinen eigenen Verderb stark zu machen, wird im entscheidenden Moment Zuflucht in der Theorie und Praxis suchen. Wir müssen davon ausgehen, dass es im Menschen etwas geben muss, was eine menschliche Geschäftigkeit erst zu einer solchen macht (heißt es im selben Gedicht Goethes doch: Die Vögelein schweigen im Walde ), um so mehr als Deutsch die Sprache derer ist, die sich mit Ad-hoc-Lösungen nicht abgeben wollen – eine Sprache, die stets einer gewissen Portion Entschiedenheit das Wort redet. Wer sich auf Ad-hoc-Lösungen nicht einlassen will, hätte das nur mit einer Zusicherung an etwas tun können, dessen behelfsmäßiger Charakter aus einer Haltung hervorgegangen ist, mit der sich der Ausdruck „einen Türken bauen“ arrangieren will – ein Ausdruck, den es so nur im Deutschen gibt. Dass Goethe sich mit Hafis gepaart hat, ist in diesem Zusammenhang zu sehen. Goethe ging es nämlich vordergründig darum, den Türken aus dem Islam rauszuhalten.

 

Was auf dem europäischen Festland mit der Moderne aufkam, ist etwas, das aus dem „Teufel in uns“ (Protestantismus) eine Tugend machen musste (Calvinismus). Der „Teufel in uns“ leitet sich aus dem gemeinsamen Widersacher Europas ab. Nicht selten wurden Namen von Menschen protestantischen Glaubens in katholischen Gebieten „getürkt“. Protestanten waren von daher immer angehalten, ihre aufrichtige Abscheu vor diesem gemeinsamen Widersacher unter Beweis zu stellen. Und erst recht der, der heute meint, diese Worte als realitätsfernes und gegenwartsfremdes Hirngespinst abtun zu können, wird sich der Bedingung des Erfolgs nicht entziehen können, als Garant für etwas zu dienen. Politik fällt in Deutschland auf einen Boden, der, wem auch immer, als Sicherheit dient. Ohne die Zusage, auf Bundesebene nicht zu kandidieren, gäbe es nicht einmal in Bayern eine CSU; ohne die Zusage, sich aus Bayern herauszuhalten, gäbe es auf Bundesebene auch keine CDU. Die SPD hielt dem Schauspiel Kalter Krieg stets die Treue. (Die Linke hatte nach dem Krieg zuerst eine Brücke zwischen Ost und West schlagen wollen.) Die Grünen gedeihen von Anfang an in einem Klima, in dem der Kapitalismus seit den 70ern auf „Gesundheit“ umzudisponieren versucht. Der Kompetenzbereich von Die Linke liegt in der einer glaubwürdigen SPD. Und die AfD? Will heißen: „Wir bürgen für die defensive Alternativecke!“ Denn: „Rechts“ ist das Unterpfand selbst, das man sich seit dem Zweiten Weltkrieg sicherheitshalber vorbehält.

 

Eine Geschichtswissenschaft, die so tut, als ob der Mensch die Zukunft, und nicht das Vergangene, vor sich hätte, gehört zum Inventar derer, die zusehen müssen, dass sie nicht ins Hintertreffen geraten. Der Mensch ist darauf angewiesen, davon auszugehen, dass es zwischen dem, was heute ist, und dem, was gestern war oder morgen wird, nie eine Notwendigkeit besteht. Die Notwendigkeit besteht darin, uns bewusst zu werden, worin die Gegenwärtigkeit des Satzes Goethes besteht, dass die Kreuzzüge, obwohl alles in allem eine „false tendency“, „had the positive effect of weakening the Turks even further and preventing them from becoming masters of Europe“*. Stets im Hinterkopf behaltend, dass ein „Aufatmen“ nichts mit „Gott sei Dank“ gemein hat. Das Bedürfnis, aufzuatmen, hatten nämlich lediglich diejenigen, denen die Kreuzzüge den ersehnten Anlass zur Festigung der Autorität der Kirche boten, um aus der kirchlichen Doktrin etwas auf Gedeih und Verderb Durchsetzbares zu machen, angesichts der Gefahr, dass sich die kirchliche Doktrin, durch die Bestätigung, die die Gesandtschaft Jesu durch den Islam erfahren würde, als der Irrweg schlechthin entpuppte. Die Kreuzzüge zielten daher zugleich auf die Ausrottung derjenigen „christlichen Lehren“ ab, denen der Islam in Gestalt des Türken eine willkommene Bestätigung war – namentlich der im heutigen deutschsprachigen Raum verbreitete Arianismus, der die Trinitätslehre strikt ablehnte. Als sich im 16. Jahrhundert das Zentrum der kapitalistischen Akkumulationsweise von Südosteuropa in den holländischen und britischen Nordwesten verlagerte, gestützt auf geographische Entdeckungen, die die Öffnung der Kaproute nach Indien zur Folge hatten, geschah das wiederum auf Kosten der vom venezianischen Handel profitierenden Fugger und ihrer Konsorten. Was dann mit dem Lutheranismus die kirchliche Doktrin für die Menschen annehmbarer machen sollte, galt zugleich als ein zu weitgehendes Zugeständnis an die Türken.

 

Die Moderne konnte im deutschsprachigen Raum nicht so sehr als ein politisch-ökonomischer oder gesellschaftlicher Befreiungsschlag ausgegeben werden, sondern war im Grunde zugleich ein Sich-Einlassen auf die Folgen der Moderne als ein Prozess der Befreiung der Verantwortlichen von der Rechenschaftspflicht und musste daher immer zusehen, sich nicht in Zugeständnisse an die Falschen zu verstricken. Der Modernisierungsprozess vollzog sich hier daher nicht so sehr als die Entwicklung einer Geisteshaltung in wechselseitiger Beziehung mit den modernen Institutionen. Als ein Nährboden dieser Geisteshaltung stand Deutsch immer in einem anachronistischen Verhältnis zur Moderne. Anders ausgedrückt: Deutsch als Sprache war den modernen Institutionen immer um eine Nasenlänge voraus. Insofern identifizierte sich „Freiheit“ für die Deutschen weniger mit dem „Erarbeiteten“ als mit der „Arbeit“ selbst. Das heißt: „Arbeit“ genoss in Deutschland stets einen höheren Stellenwert als das „Erarbeitete“. Das führte dazu, dass diejenigen, denen das Resultat wichtiger war als der Weg dahin, darum bangen mussten, was ihnen der Ausgang der Ereignisse sichern sollte. Die Umstände, die ausschlossen, dass sich ihre Ängste auch bewahrheiteten, arrangierte der Erste Weltkrieg, indem er dafür sorgte, dass die Deutschen die Türken als den „gemeinsamen Feind“ ablösten, gegen den man sich immer wieder „alliierte“. Doch erst indem der Zweite Weltkrieg aus den Deutschen „das schlimmste Herrenvolk“ gemacht hat, „das die Welt je gesehen hat“**, musste man sich nicht mehr damit, dass sie wenigstens den Vorzug hatten, „sich nicht um den Koran zu scheren“***, über das hinwegtrösten, was der Erste Weltkrieg beschert hat. Es ist immer der nach Garanten lauernde Unglaube, der aufatmen will. Die Gegenwärtigkeit des Goetheschen Satzes liegt hierin.

 

* Der Satz ist der englischen Übersetzung der Briefe Goethes entnommen, da in der uns vorliegenden zweiten Auflage aus dem Jahre 1976 des 4. Bandes der Hamburger Ausgabe der mit 12. April 1829 datierte Brief an August von Goethe vollständig fehlt.

** Germany is the worst master the world has yet known, Proposals to Counter the German ‘New Order’, John Maynard Keynes, 1940

*** The worst that can be said of the Moslems is, as the poet put it, they offered to man the choice of the Koran or the sword. The best that can be said for the German is that he does not care about the Koran, but is satisfied if he can have the sword. The Barbarism of Berlin, G. K. Chesterton, 1914

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