Türkische Realität und Deutscher Islam

Was gilt es zu explizieren? Das, was uns davor bewahrt, in die Situation eines jemanden zu geraten, der, nachdem er dem falschen Zug entstiegen ist, ihn wieder einzuholen versucht, weil er entweder glaubt, etwas im Waggon vergessen zu haben, die Fahrtkosten rückerstattet haben will oder auch nur dem Zugführer mitteilen will, dass er nicht mehr mit von der Partie ist. Jegliches an geistiger oder sonstiger Ausstattung eines falschen Kurses gebührt und gehört in den in entsprechender Richtung rasenden Zug. Bringen wir es nicht übers Herz, uns von ihr zu trennen, sind wir noch immer auf dem Holzweg. Sei es, dass wir bestimmten Denkschablonen noch immer zu sehr verhaftet sind, sei es, weil wir insgeheim befürchten, dass all unsere bisherige Lebensmühe für die Katz sein wird, oder sei es, dass wir uns schlichtweg davon etwas versprechen, nicht auszugrenzen, sondern einzubeziehen. Die folgende Frage möchte all dem Rechnung tragen: Warum müssen wir die Nähe eines „deutschen Muslims“ zum Islam an seiner Nähe zum „Türken“ messen? Die Frage verdient aus zwei Richtungen angegangen zu werden. Zum Einen muss uns auffallen, dass und warum der Islam keine „Frömmigkeit“ (engl. piety, fr. piété) kennt, ja buchstäblich auf Kriegsfuß mit ihr steht. Zum Anderen müssen wir uns darüber klar werden, dass und warum jeder Versuch, unsere Lage einer umfassenden und befriedigenden Erklärung zuzuführen, unweigerlich in eine Undurchschaubarkeit vorgebende „Weltgeschichte“ einmünden muss.

 

Von einem frommen Christen oder Juden zu sprechen, zeugt von ausschlaggebender Folgerichtigkeit. Der Kapitalismus hält es mit dieser Folgerichtigkeit. Doch warum ist die Wendung ein „frommer Muslim“ ein Unding, und zwar eines, das tief blicken lässt; so wie es ein Unding ist, von einem „praktizierenden Muslim“ zu sprechen? Die Verwendung des Begriffs „Frömmigkeit“ beruht auf der Einführung und Aufrechterhaltung der Trennung zwischen „weltlicher“ und „geistlicher“ Autorität. Diese Trennung hat ihren Ursprung in der willentlichen und wissentlichen Falschauslegung der Worte Jesu: „So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“ Schon das Erste Konzil von Nicäa 325 n. Chr. widmete sich der Frage der Gottheit Christi. Denn nur von einem mit göttlicher Natur ausgestatteten Christus konnte man behaupten, er habe nicht nur einen göttlichen Willen. Nicht nur die weltlichen, sondern auch die geistlichen Oberen glaubten denn auch ihren sich miteinander arrangierenden und aufeinander angewiesenen Herrschaftsansprüchen mit diesem Satz ein sicheres Fundament geben zu können. Das heißt: Man konnte sich auf das diesem Satz unterstellte „Gebot der Gewaltenteilung“ sowohl als ein Christ als auch als ein Nichtchrist berufen. Ein frommer Christ hieß somit der, der die zum Schutze des Unhaltbaren unabdingbare Kultivierung des ihm zugewiesenen Bereiches mit Inbrunst betrieb. Während Jesus Worte schlicht und ergreifend zum Ausdruck bringen wollen, dass wir, je nachdem, in Erwartung welcher Segnungen wir leben, nicht werden umhin können, den von diesen Erwartungen lebenden Kräften unseren Fron zu leisten und folglich auf die entsprechende Quelle unserer Annehmlichkeiten nichts kommen lassen werden, sollte der ihm beseelt seine Kerzen anzündende Pakt mit dem Teufel künftig den Namen pietas: „Frömmigkeit“ tragen. War es doch dieser Teufel, der in der Gesandtschaft Jesu die entscheidende Bedrohung seiner römischen Friedensordnung erblickt hatte, um sich von der Gottessohnschaft Christi eine dringende und wirksame Abhilfe zu erhoffen.

 

Das Zeichen des Willens Gottes wurde im Christentum die Salbung durch die Kirche. Christus war der durch Gott Gesalbte. Im Judentum berief man sich seit jeher auf das, was man einem mit einer Rasse verschmolzenen Gott auszuhandeln vermochte. Der Islam sollte (und will) die Menschen insofern an die Unverhandelbarkeit der Worte Gottes gemahnen. Ob wir verhandelbar sind, entscheidet sich daran, ob unser Leben einer anderen Gottheit als der einen Tür und Tor öffnet. Die Frage ist, ob wir einem anderen über das Leben der Menschen bestimmenden Willen als dem Seinen eine Existenzberechtigung zugestehen oder nicht. Denn sobald ein Muslim in Erwartung dessen, worauf er glaubt, angewiesen zu sein, den Willen Gottes ausschließenden Entscheidungsträgern auch die geringste Wirkmacht andichtet, betritt er das Terrain der Schirk genannten Götzendienerei. Doch woher wissen wir, wann unser Leben der einen Gottheit huldigt, die alle anderen ausschließt, deren Überzeugungskraft darauf beruht, dass der Mensch glaubt, ohne sie aufgeschmissen zu sein, und der allein der Name „Allah“ gebührt? Nachdem die Unverhandelbarkeit der Worte Gottes (zuvor) durch die Sabotierung der Offenbarung als eine Wegweisung seitens der Juden und (zuletzt) durch die Torpedierung der Gesandtschaft Jesu seitens der Christen ausgehöhlt worden war, machte der Islam beides, sowohl die Offenbarung (Koran) als auch die Gesandtschaft und das Leben des Propheten (Sunna), zum Garanten der Ausschließlichkeit des Willens Gottes im Leben eines Menschen, indem er den Glauben an den Koran an den Glauben an die Sunna knüpfte – so sie dazu dienen, dass alles, was dieser Ausschließlichkeit zuwiderläuft, auch außen vor bleibt.

 

Der Begriff Weltgeschichte drückt die Notwendigkeit aus, zeitlich und geographisch immer weiter auseinanderliegende Faktoren mit in Betracht zu ziehen, um sich überhaupt von irgendetwas irgendwo auf der Welt einen Reim machen zu können. Eine Weltgeschichte ist erst möglich geworden seitdem ein Teil der Menschheit (Europäer) auf einem Teil des Planeten (Europa) in die Lage versetzt wurde, nahezu den ganzen Rest der Menschheit und des Planeten in den Dienst des „wissenschaftlich fundierten“ Profitbetriebes zu stellen, namentlich seit den Entdeckungsfahrten des „Zeitalters der Entdeckungen“ und dem Beginn der „europäischen Expansion“ mit der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert. Was war es aber, das entdeckt wurde? Das Zentrum der Geographike Hyphegesis, des um das Jahr 150 n. Chr. von Claudius Ptolomäus erstellten und bis ins 16. Jahrhundert gebräuchlichen Atlas, dessen Welt sich um das östliche Mittelmeer und Zentralasien, um Städte wie Konstantinopel, Bagdad und Alexandria drehte, war im 15. und 16. Jahrhundert fast vollständig in türkische Hand übergegangen. Und lediglich der Umstand, dass die Europäer einen Weg gefunden hatten, der sie davon zu befreien versprach, „türkenzentriert“ zu denken, das heißt in den Kategorien einer „türkischen Realität“, machte diese Entdeckungen erst zu Entdeckungen und gab dem sich befreien wollenden Manöver den Namen „europäische Expansion“. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts war die „türkische Realität“ nämlich die einzige unumgängliche und prädominierende europäische Realität, die die Europäer hofften, mit den Errungenschaften des Zeitalters der Entdeckungen umgehen zu können. Doch, sollten wir wissen, waren die „Türkenkriege“ und die „Türkengefahr“ im Grunde nichts anderes als die Kriege und die Gefahr derer, die sich auf nichts anderes berufen konnten als auf ihren bewährten Teufelspakt der angeblichen Gewaltenteilung. Mit dem Vordringen der Türken als Bannerträger der Ausschließlichkeit des Willens Gottes, deren Garant der Koran plus die Sunna ist, sollte dieser Teufelspakt als Bollwerk gegen diese immer mehr an Bedeutung gewinnen. Doch was dem Teufelspakt nicht beschieden war, aufzuhalten, sollte durch das ausmanövriert werden können, was man glaubte, „entdeckt“ zu haben.

 

Auf keinem anderen Boden der Erde als dem türkischen geht die Bedeutung des koranischen Grundsatzes, „zu gebieten, was recht ist, und zu verbieten, was verwerflich ist“*, mit der Nichtigkeit des vom gläubigen Unglauben (küfür) untrennbaren Kapitalismus einher. Es sind die „vor dem trinitären Dreigestirn aus Marktwirtschaft, Menschenrechte und Demokratie in Habachtstellung harrenden“ Frommen, „die seit einem Vierteljahrhundert im Tempel der Elektro-, Gen-, Atom-, und Kosmotechnologie ein Ritual zelebrieren“**. Es sollte von daher stets im Interesse derselben Frommen liegen, einem von der „türkischen Realität“ abgekoppelten Islam in der Türkei Vorschub zu leisten. Dass die Türkei das einzige Land auf der Welt ist, das, ohne die eigene Realität in Abrede zu stellen, dem kapitalistischen Weltsystem nicht einverleibt werden kann, davon zeugen die Ereignisse seit 1990 zur Genüge. Die Lawine, die man seitdem in der Region loszutreten versucht, gibt uns von daher Aufschluss über ihre Urheber. Sowohl die Inszenierung einer „islamischen Revolution“ in Iran im Jahre 1979 als auch die Kreierung der Ikone der arabischen Welt mit Gamal Abdel Nasser 1956 mithilfe der Suezkrise erfüllten ihren Zweck erst dadurch, dass die türkische Realität auf keinen Fall ins Blickfeld geriet. Wer dennoch nach ihr sucht, wird einzig im Sinn der am 12. Februar 1920 vom türkischen Parlament den Parlamenten der Welt verkündeten Grenzen der Türkei fündig werden, der darin besteht, dass sie gegen die Repräsentanten der „kapitalistischen Frömmigkeit“ verteidigt wurden. Nur vor dem Hintergrund einer gegen diese türkische Realität Front machenden „Neuen Türkei“ wird der Satz der das Amt des türkischen Präsidenten bekleidenden Person verständlich: „Wir werden nicht Gefangene auf 780.000 Quadratkilometern sein.“ Wessen Realität sollen diese über 780.000 Quadratkilometer hinausgehenden Grenzen widerspiegeln?

 

Es ist die unmissverständliche Antwort des deutschen Muslims auf diese Frage, mit der die Entscheidung über die Existenz eines „deutschen Islam“ in Deutschland fallen könnte. Ein deutscher Muslim hingegen, dem jeglicher Sinn für diese Frage abgeht, der wird immer nur den Idealtyp eines „Konfektions-Islam“ abgeben, der auf die Erfordernisse einer als „Deutsche Zustände“ ausgegebenen Kapitalfrömmigkeit zugeschnitten ist. Doch einem deutschen Muslim mit einer gehörigen Portion Sinn für die türkische Realität, ihm wird es als etwas an seine Verantwortung als deutscher Muslim Gemahnendes nicht entgehen können, dass und warum es im Ersten Weltkrieg im Interesse eben dieser Kapitalfrömmigkeit lag, die sogenannte „deutsche Frömmigkeit“ der Lächerlichkeit preiszugeben, indem sie dem Wort „Fromms“ seine noch heute gängige Bedeutung verpasste.

 

*          Ein Grundsatz koranischen Ursprungs: Emr-i bi’l ma’rûf ve nehy-i anil münker.

**        Ismet Özel, JESUS AM KREUZ, KORAN IM KERKER; Elektronisch, Genetisch, Atomisch, Kosmisch (I), Online-Artikel vom 25.12.2017

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Wann ist ein deutscher Muslim ein deutscher Muslim oder wem gehört Jerusalem?

Schlimm genug, zu glauben, es gäbe so etwas wie das Richtige zur falschen Zeit. Erst recht eine tragische Figur ist es, sich mit Hangen und Bangen damit beschäftigt zu sehen, den plätschernden Brunnen zuzudecken, nachdem das Kind schon längst hineingefallen und der Gefahr des nassen Todes ausgesetzt ist. Ohne dass es uns im Geringsten bewusst wäre, machten wir es uns in einem solchen Fall zur Aufgabe, nicht nur die Bergung des Kindes, sondern auch die Aufdeckung der Umstände eines verübten Verbrechens zu vereiteln. Sobald unser Leben das, was das Unhaltbare an unserem Leben als solches ausweist, außen vor lässt, ergeht es uns nicht anders, stecken wir mit denen unter einer Decke, die ihren Nutzen daraus ziehen, dass der Islam weder geistig-moralischer Läuterung noch der Trennung der Spreu vom Weizen dient. Das Geheimnis dessen, dass sich heute kein Muslim, ohne das „Schicksal des Türken“ zu seiner Sache zu machen, zum Adressaten der Gebote und Verbote des Islam machen kann, liegt einzig hierin. Der Mensch ist immer auf die Existenz von Menschen angewiesen, an deren Leben ihm erst die Möglichkeit gegeben ist, zu erkennen, ob er zu denen gehört, die dem Ruf Gottes gefolgt sind oder nicht.

 

Doch wir wollen nichts überstürzen, sonst stolpern wir über unseren eigenen Schatten, ohne zu einem Schritt angesetzt zu haben. Falls uns das, womit wir uns abgeben, nicht dazu verhilft, den Anfang zu machen, dann werden unsere Schwächen das Zepter geführt haben. Was wir benötigen, ist daher kein Aktionsplan, sondern ein den Schulterschluss suchendes Bewusstsein dafür, was uns dazu verhilft, vor Augen zu führen, dass es so etwas wie eine „Sache des Türken“ gibt. Also – wir fragen: Was verspricht sich der „deutsche Muslim“ eigentlich vom Islam? Es liegt in der Natur der Dinge, dass wir das von ihm selbst erfahren. Was wir aber auf uns nehmen können und müssen, ist, deutlich zum Ausdruck zu bringen, worauf (auf wen) sich ein deutscher Muslim wird verlassen müssen, falls er einen verantwortungsbewussten Schritt nach vorne wagen wollte, den er dem Umstand verdankt, dass er ein „deutscher Muslim“ ist. Wir müssen dazu folgenden Fragen den Boden bereiten: Welchen historischen Umständen verdankt der Deutsche seinen Namen? Kann er sich von dem, wovon sein Name zehrt, etwas versprechen, ohne aufzuhören, ein Muslim zu sein? Und wer oder was entscheidet überhaupt darüber, wann ein Muslim aufhört, ein Muslim zu sein? Was ist der Maßstab eines gottesfürchtigen Lebens? „Man kann nicht deutsch sein, ohne sich für den Holocaust zu schämen.“ Nur diejenigen, denen daran gelegen ist, die Gesellschaft auf Grundsätze zu stellen, die darauf beruhen, dass man sich die Schwächen Anderer zunutze macht, wird dieser Satz überzeugen. Wir sollten aber wissen: Verantwortung braucht sich nie zu verstecken.

 

Am 23. Dezember 1913 wurde das Federal Reserve System gegründet, und am 28. Juli 1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Am 06. April 1917 erklärten die USA dem Deutschen Reich den Krieg, nachdem vier Tage zuvor Präsident Wilson im US-Kongress zur Teilnahme am Kreuzzug „friedliebender“ Demokratien gegen die „aggressiven“ Autokratien aufgerufen hatte. Am 02. November 1917 versprach die Balfour-Deklaration dem jüdischen Volk eine „nationale Heimstätte“, und fünf Tage später übernahmen in Russland die Bolschewiki die Macht. Nach einem zwei Tage zuvor von der Führung der türkischen Streitkräfte ergangenen Befehl, übergab am 09. Dezember 1917 der türkische Gouverneur die Stadt Kudüs (Jerusalem) kampflos an die Briten. General Edmund Allenby marschierte in die Stadt ein und erklärte die „Kreuzzüge“ endgültig für „beendet“. Und auf den Tag genau 100 Jahre später am 06. Dezember 2017 verkünden die USA, Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anerkannt zu haben.

 

Der „Nahe Osten“ ist eine Schimäre; und auch der „Nahostkonflikt“. Dass wir beides, sowohl den Nahen Osten als auch den Nahostkonflikt, für bare Münze nehmen, rührt daher, dass uns jeglicher Blick für das Wesentliche am Folgenden abgeht: Wir leben unter Umständen eines Weltsystems, das nur als solches zu überzeugen vermag und dessen Funktion sich von den Notwendigkeiten einer auf Kapitalakkumulation und -konzentration beruhenden Ordnung ableitet. Hervorgegangen aus der Dichotomie einer privilegierten Metropolregion und einer in deren Prosperität eingespannter Peripherie, müssen die Ursprünge des Weltsystems bis auf die Zeit der Kreuzzüge zurückgeführt werden. Die italienischen Stadtstaaten waren die erste Metropolregion, der Mittelmeerraum der dazugehörige Peripheriegürtel. Im 17. Jahrhundert musste das Zentrum des Weltsystems nach Holland ausgelagert werden, im 19. Jahrhundert ins Britische Empire. Als Jerusalem von türkischer Hand in britische Klaue überging, stand das Weltsystem unter britischer „Kapitalhoheit“. Sowohl die Verkündung der israelischen Unabhängigkeitserklärung 1948 als auch die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels 2017 erfolgte unter der Ägide Wall Streets als Zentrum des Weltsystems.

 

Etwas, wofür wir nicht bereit sind, die Hand ins Feuer zu legen, können wir auch nicht als Beleg für etwas heranziehen. Erst recht darf es uns nicht als Vorwand dafür dienen, die Augen zu verschließen vor der Stichhaltigkeit dessen, was sich in keinster Weise auf dieses Etwas zurückführen lässt. Mit anderen Worten: Die Frage, was es heißt, unter Umständen eines die ganze Welt umspannenden kapitalistischen Systems zu leben, lässt erst recht heute keine andere Antwort zu, als: unter „nicht-“, ja „anti-türkischer“ Hegemonie zu leben. Und das ist das einzig Wesentliche daran, dass wir unter Umständen eines, wie auch immer gearteten, Weltsystems leben. Denn: „Der Aufstieg der osmanischen Türken und die Entdeckung der Amerikas hat das Gravitationszentrum der europäischen Geschichte auf dramatische Weise Richtung Atlantik verschoben“.* Es war das Ausweichmanöver der Europäer vor den Türken in einer Halbkreisbewegung vom Südosten Europas nach Nordwesten Richtung Atlantik, aus dem ein kapitalistisches Weltsystem mit einem immer wieder auslagernden Zentrum hervorgegangen ist. Was heißt das? „Türkische Vorherrschaft und das Weltsystem sind die beiden einander ausschließenden Dinge.“** Erst das mit in Rechnung gestellt, werden wir wissen können, was es heißt, nicht bereit zu sein, die Hand für etwas ins Feuer zu legen, und doch alles dafür zu tun, dass es als das einzig Bestimmende an (und in) unserem Leben erhalten bleibt.

 

„Der Türke ist neutralisiert…“ Doch solange es türkisches Territorium gibt, wird man, indem man ausführt, was ihn ausmacht, zugleich aufgezeigt haben, was an dieser Vorherrschaft „dem Weltsystem noch immer  Magenbeschwerden bereitet“.*** Türkisches Territorium macht aus, dass es denen zur Heimat wurde, die sich durch den festen Glauben daran hervorgetan haben, dass der Beleg für den Islam (Gottvertrauen) einzig im Leben des Propheten selbst zu suchen ist – nicht in der Unfehlbarkeit irgendeiner Institution (Christentum), nicht in der irgendwelcher Umstände (Judentum) und nicht in der eines Imams (Schia). Immer dann, wenn es den Verantwortlichen Unbehagen bereitet hat, dass vom Propheten überliefert ist, beim Ausheben des Grabens während der Vorbereitungen für die Grabenschlacht gesagt zu haben, bei jedem Hackenhieb leuchteten die Paläste der sassanidischen und römischen Herrscher vor seinen Augen auf, mussten sie zusehen, dass das Leben des Propheten in irgendeiner Form ins Hintertreffen geriet. Aus dieser Warte betrachtet: Ohne dass sich diejenigen, die ihre mit griechisch-römischen Elementen durchsetzten Herrschaftsansprüche jüdisch-christlicher Weise zu rechtfertigen suchten, in ihren Plänen durchkreuzt gefühlt hätten, hätten wir nicht davon ausgehen können, dass der Islam überhaupt Gehör gefunden hat. Das, was ihnen dazu verhalf, ihre Pläne in Masterpläne auszubauen, das nennen wir heute das kapitalistische Weltsystem. Daher: Was wir diesem Weltsystem gegenüberstellen können, ist die Existenz eines türkischen Territoriums als Hort des Sunnitentums als die einzige Garantie eines auf Gott vertrauenden Lebens.

 

Die Einnahme Jerusalems am 09. Dezember 1917 war ein Gebot der Geschäftsinteressen der „City of London“. Mit ihr glaubte man das Tor zur langersehnten Gelegenheit aufgerissen zu haben, unter die türkische Existenz einen Schlussstrich zu ziehen. (1916 ist das Jahr des Rückzugs der türkischen Armee aus Mekka und 1919 aus Medina.) Der Ausgang der „Unabhängigkeitskriege“ im Anschluss an den Ersten Weltkrieg sollte diesen Interessen diese Freude nicht gönnen. Die Anerkennung Jerusalems am 06. Dezember 2017 als israelische Hauptstadt hingegen ist ein Gebot der Finanzinteressen des sich seit dem Zweiten Weltkrieg global gebenden Weltsystems mit Sitz in Wall Street, eines Weltsystems, das seit dem Zerfall der beiden Blöcke 1989 diese Gelegenheit wieder aufzugreifen und zu konkretisieren versucht. Zu sagen, es gibt einen „Nahen Osten“ und einen palästinensischen Konflikt als Teil eines mindestens 100 Jahre zurückgehenden „Nahostkonfliktes“, hieße das alles unter den Teppich zu kehren. Erst die Abnabelung einer besimmten Region vom türkischen „Homeland“ hat ihr den Namen „Naher Osten“ und „Balkan“ beschert und sie den Launen der Kapitalfluktuationen ausgesetzt. Was diese berechnende Laune angerichtet hat, trägt den Namen „Nahostkonflikt“, „Pulverfass Balkan“ oder „Neue Türkei“, letztere proklamiert seitens derer, die, in seliger Unwissenheit dessen, was das kapitalistische Weltsystem wem gegenüberstellt, darauf bauen, dass ihnen die Laune des Kapitals sogar ein neues osmanisches Reich bescheren wird, in dem Ostjerusalem die Hauptstadt Palästinas sein soll.

 

Es ist, dass die Verbissenheit, mit der er etwas verficht, ihn im Ersten Weltkrieg denen gegenübergestellt hat, die nichts anderes kennen als den monetären Einsatz, was dem Deutschen einen Namen beschert hat. Weder hat ihn das in irgendeiner Form dem Türken nähergebracht – auch nicht als es für den Türken im Anschluss an den Ersten Weltkrieg um ein Sein oder Nichtsein ging – noch wurde er dadurch gefeit gegen die List derer, die ihm mit Hitler einen „Atatürk in München“ eingebrockt haben. Als deutscher Muslim wird er aber allemal wissen müssen, dass der Maßstab eines gottesfürchtigen Lebens dadurch gesetzt ist, dass wir unter Umständen leben, die dadurch initiiert wurden, dass die Europäer den Ruf des Türken zu einer Bedrohung umfunktioniert haben, und auch heute die Umsetzung des Masterplans des Finanzkapitals davon abhängt, ob er es schaffen wird, dem Türken ein ohne den Islam – und dem Islam ein ohne den Türken – denkbares Format zu verpassen. Solange seine Verbissenheit, die sich der Deutsche trotz zweier Weltkriege bewahrt zu haben scheint, dies nicht mit in Rechnung stellt, wird der Deutsche erst recht als Muslim den Benefizianten des Kapitalismus mit vorauseilendem Gehorsam ihre Vorwände liefern müssen. Ohne auf den – ohne den Islam undenkbaren – Türken vertrauen zu wollen und ohne sich auf den – ohne den Türken unverbindlich daherkommenden – Islam verlassen zu wollen, wird sich kein deutscher Muslim zu einem deutschen Muslim machen können. Doch sobald er seiner Nähe zum Islam durch die Bereitschaft zur Freundschaft mit dem Türken Ausdruck verleiht, wird sich seine Verbissenheit zu einer nicht nur ihm zum Vorteil gereichenden Charakterstärke entfalten. Es könnte die Bereitschaft des deutschen Muslims sein, das „Schicksal des Türken“ zu seiner Sache zu machen, was die Spreu vom Weizen trennen könnte. Fragt sich, wie bewusst der Türke um ihn seiner Sache ist.

 

* The rise of Ottoman Turks and the discovery of the Americas shifted the center of gravity of European history dramatically toward the Atlantic. (Tony Judt, A Grand Illusion, An Essay On Europe, 2011, S. 50-51)

* İsmet Özel, Hennarote Finger am Schwertgriff oder Note: Bestanden, Pluspunkt, Online-Artikel vom 14. Dezember 2017

* Entnommen İsmet Özels Online-Artikel gleichen Datums.

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Wann können wir von einem deutschen Islam ausgehen?

Was berechtigt uns dazu, zu behaupten, oder woher wissen wir, dass knapp 5 Mio Muslime in Deutschland leben? Anders gefragt: Gibt es irgendetwas, woran sich die Existenz von soundsoviel Muslimen in Deutschland ablesen oder festmachen lässt? Und wenn ja, woran? An hitzigen Leitkulturdebatten etwa oder eine gewisse Demonstrativität nie entbehrender Sichtbarkeiten wie die Verschleierung von muslimischen Frauen?

 

Wir müssen fragen, wozu der Mensch überhaupt fähig ist. Denn wozu der Mensch befugt, ja verpflichtet ist, leitet sich davon ab, was im Rahmen seiner Möglichkeiten liegt. Vor allem ist der Mensch dazu fähig, sich zum Satz durchzuringen, dass der Kapitalismus nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Da ist aber auch schon Ende der Fahnenstange, könnte man meinen. Über alles, was darüber hinausgeht, könnten wir uns demzufolge höchstens die Bemerkung erlauben: „Es hat zwar Methode, ist aber Wahnsinn“. Wir sollten uns aber darüber im Klaren sein, dass der Glaube, dass der Kapitalismus nicht das Nonplusultra ist, sich im Grunde von der Erkenntnis speist, dass wir das Richtige nie im Falschen suchen können. Und falls wir das wissen, dann wissen wir mehr und sind zu viel mehr befähigt als uns im Grunde bewusst ist.

 

Was heißt das? Ein falsches Leben, das nichts Richtiges hergibt, ist ein Leben ohne ein „Leben danach“, das uns zur Rechenschaftsablegung anhält. Ein Leben, das dies nicht mitberücksichtigt, wird es sich in keinster Weise nehmen lassen, immer wieder vom Regen in die Traufe zu geraten. Es wird immer darin verstrickt sein, was es vorgibt, von der Hand zu weisen, da es davon ausgeht, was realisierbar ist, und was nicht – zumal es davon lebt. Die Fähigkeit des Menschen erschöpft sich infolgedessen darin, entweder so zu leben, wie wenn er nie sterben würde, schlicht und einfach nach dem Motto, dass wir auf lange Sicht alle den Löffel abgeben werden. (Das ist die Sicht, die der Marktwirtschaft den idealen Nährboden liefert. Denn Marktwirtschaft ist Produktion für den Markt und nicht das Feilbieten von Produziertem auf dem Markt.) Oder der Mensch lebt in dem Bewusstsein, dass er, früher oder später, nicht nur den Löffel abgeben wird, sondern dass es ihm an den Kragen gehen wird, falls er sein Leben darauf abstellt, was er vor Gott nicht verantworten können wird. (Und das ist die Sicht derer, die der Marktwirtschaft nichts schulden und die der Bezeichnung „Muslim“ zu einer gewissen Aussagekraft verhelfen für das vor Gott einzig Verantwortbare.)

 

Einem Angehörigen der muslimischen Gemeinschaft wird niemand die Gesellschaft aufkündigen können, ohne sich den Anwandlungen der Marktwirtschaft auszusetzen. Doch wann können wir erst von der Existenz einer solchen Gemeinschaft sprechen? Es kommt immer darauf an, auf welche Reflexe sich jeweils eine Gesellschaft verlässt, um sich zu behaupten, der Ausbildung und Kultivierung welcher Reflexe sie ihren Erfolg verdankt. Es ist so, wie es Niels Bohr auf die Frage, wieso in Wildwestfilmen immer der gute Held den Bösewicht erledigt, auf den Punkt gebracht hat: “Weil der Gute nicht denken muss“. Nur dass eine gute Gesinnung immer ein Zeichen einer gelungenen Denkaktivität ist. Was wir uns in Anbetracht dessen vor Augen halten müssen, ist, angesichts der Notwendigkeiten welcher Interessen die Gesellschaft, in der wir leben, Zuflucht in der Ausbildung und Kultivierung welcher Reflexe sucht.

 

„Die menschlichen Gemeinschaften geben eine ziemlich morbide Figur ab, wenn es darum geht, zu erkennen, in welchem Zusammenhang ihr nationales Interesse zum Kapitalismus steht.“* Seit dem Ersten Weltkrieg wird den Deutschen verwehrt, sich in einer Welt, in der das impertinente Kapitalgebaren den Ton angibt, sich als eine „Nation“ zu institutionalisieren, deren Angehörige die Zuversicht leitet, dass es etwas gibt, worauf sich alle verlassen können. Seit dem Zweiten Weltkrieg „punktet“ man auf deutschem Boden in jeder Hinsicht nur damit, dass man sich sicheren Schrittes innerhalb dieses Rahmens bewegt. Die immer wieder aufflammende Leitkulturdebatte dreht sich um die Aufstellung eines entsprechenden „Punktesystems“ innerhalb dieses Rahmens. Die Existenz einer mit muslimischem Bewusstsein ausgestatteten „islamischen Gemeinschaft“ wird man in Deutschland unter diesen Umständen an der Existenz von deutschen Muslimen ablesen und festmachen können, die diesem Rahmen ihre Rechtmäßigkeit absprechen, indem sie der Rechenschaftspflichtigkeit des Menschen vor Gott Ausdruck verleihen. Das wird eine Gemeinschaft werden, in der das Kopftuch für den demonstrativen Austritt aus dem „Dienst des Weltsystems“ stehen wird. Erst dann können wir von einem „deutschen Islam“ sprechen, der einem „German Islam“ eine Absage erteilt haben wird.

 

*          İsmet Özel, Wie führt das Kopftuch tragende Mädchen das nationale Interesse mit dem Wort zusammen?, Online-Artikel vom 1. September 2017

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Über Uns

Wer sind „wir“? Weder davon, warum es den Deutschen im letzten Jahrhundert vergönnt blieb, ein über ihr eigenes Schicksal bestimmendes „Wirgefühl“ zu entwickeln, noch auch davon, was den Islam mit der „Moderne“ in welche Beziehung setzt, lässt sich diese Frage trennen. Da, wo sich diese beiden Fragen einander berühren, ja umschlingen, sucht der Verein Deutsch Schreibende Muslime seine Existenzberechtigung. Ob sich deutsche und deutschsprachige Muslime werden zusammenfinden können, willens und fähig, zu erkennen, worin das Entscheidende dieser Fragen liegt, erst das wird darüber entscheiden, wer wir sind.

Um das Konkrete kommen wir nicht drumherum: Auf Geheiß des US-Außenministeriums wurde am 30. Oktober 1961 zwischen dem Nachkriegsdeutschland und der Türkei ein Anwerbeabkommen unterzeichnet. (Der Vietnamkrieg war bereits voll im Gange und in den Straßen europäischer Hauptstädte herrschte noch Ruhe.) Zweieinhalb Monate nachdem am 13. August 1961 mit der Berliner Mauer dem Eisernen Vorhang nachträglich ein handfestes Sinnbild verschafft wurde; fast anderthalb Jahre nachdem am 27. Mai 1960 ein Putsch dem Nachkriegsunternehmen der Türkei (gemeint ist der Erste Weltkrieg), sich als ein „modernes“ Land zu etablieren, in dem die Rolle des Islam als eine politische Größe nicht von der Hand zu weisen ist, ein jähes Ende bereitet hat. Die Mauer gehört mittlerweile in die Mottenkiste der Geschichte – ohne dass man sagen könnte, was sie als Folgeerscheinung welches politischen Ereignisses von großer Tragweite über 28 Jahre den Menschen hüben wie drüben vorenthalten hätte. Niemand hat heute den Kalten Krieg mit all seinem Brimborium an Theaterdonner noch im Ohr. Dass man heute aber glaubt, den Deutschen knapp 5 Mio. „Muslime“ an die Backe geschmiert zu haben, während in Syrien, um mit İsmet Özel zu sprechen, Amerikas „zweites Vietnam“ tobt, das zeigt umso mehr, wie präsent der Erste Weltkrieg schon immer war – und nicht der Zweite Weltkrieg. Denn es war der Erste Weltkrieg, der die „Nationen“ den Umständen des Finanzkapitals ausgesetzt hat, die in der Türkei erst nach dem 27. Mai 1960 zu Buche geschlagen haben.

In was für einer Welt leben wir? In was für einer Welt möchten wir leben? Der Verein Deutsch Schreibende Muslime hält an diesen Fragen fest und stellt ihnen folgende Überlegung voran: Über unser Weltbild entscheidet die Frage, wer wir sind. Wer wir sind, ersehen wir daran, auf welche Bande wir zählen. (Ob wir es vorziehen, zu leben, indem wir die Welt verbrämen oder sie plündern, läuft insofern aufs Gleiche hinaus.) Wird sich der Deutsche auch künftighin daran halten, was ihm die auf seine unnachahmlichen Schrullen gemünzten Kapitalnotwendigkeiten noch an „Überraschungen“ ins Haus bringen werden? Dann wird er erst recht nicht davon verschont bleiben, was die Kapitalnotwendigkeiten noch alles an – als Überraschung aufgemachter – Schmach zu bieten haben werden. Oder können (wollen) wir davon ausgehen, dass es im Leben des Deutschen etwas gibt, von dem die Kapitalbande nicht zehren und das ihn davor bewahrt, zur Witzfigur dieser degradiert zu werden? Dann wird ihm das nur insofern zu einem Befreiungsschlag werden, als er gewillt ist, darin auch eine Gnadenbezeigung Gottes zu sehen. Alles, was ihm im Zuge eines zu vollbringenden Drahtseilaktes andernfalls Schweiß auf die Stirn treibt, gerät so, geht er auf die Gnade Gottes ein, zu unverwechselbaren Eigenheiten seines Charakters, die ihm aufzeigen, worin seine Verantwortung erst liegt. Es ist immer der, in dessen Gnade wir stehen, der uns eine Identität stiftet.

Identität ist kein Erbteil, kommt aber nie ohne ihn aus. Solange der Deutsche die Frage seines Schicksals nicht an Dritte delegiert, an vollendete Tatsachen, die eigens auf ihn zugeschnitten sind, wird er in allem, was ihm den Vorwurf der „nationalen Schande“ und den Ruf der Unverbesserlichkeit einbringt, das Produkt eines „schmutzigen Deals“ identifizieren können, der dazu dient, dass das Ansehen des allgültigen Profitarguments kein Schaden nimmt. Dass er sich nicht auf diesen schmutzigen Deal einlässt und von einem „Handel mit Gott“ zu berichten weiß, bei dem er sicher sein kann, dass sein Einsatz nie hoch genug ausfallen wird, davon werden wir nur dann ausgehen können, falls er sein Auge für die folgenden drei Punkte auch zu schärfen vermag:

1. Nur solange sich das „Wirgefühl“ des Deutschen von einem schmutzigen Deal speist, bei dem jede Hand sich den eigenen Anteil zu sichern sucht, indem sie eine andere wäscht, wird sich der Kapitalismus auch des Vorwandes zunutze machen können, „dass die Deutschen auch nicht besser sind“.

2. Falls wir davon ausgehen können, dass der Islam eine „moderne“ Religion ist, dann müssten wir in der „Moderne“ auch den Lackmustest der Taubheit Europas für Gottes Wort ausmachen können. Denn ohne den von der europäischen Zivilisation initiierten „Neutralisierungsprozess“ der Islamisierung Anatoliens ist die „moderne Geschichte“ undenkbar.

3. Erst ein Deutscher, der sich davon befreit hat, zur faulen Ausrede eines Lebens geworden zu sein, das sich durch Taubheit für Gottes Wort kennzeichnet, wird darin, den Islam in der Türkei zu einer nicht mehr der Zurechtweisung dienenden Unverbindlichkeit herabzustufen, eine vergebliche Maßnahme des Kapitalismus sehen, endlich erleichtert aufzuatmen.

Dass sich Muslime zusammenfinden, um sich als Deutsch Schreibende Muslime hiervon ausgehend hierfür schriftlich und mündlich zu betätigen, das möchten wir uns hiermit erhoffen.

 

Deutsch Schreibende Muslime

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