Was vom inszenatorischen Kraftakt, den Islam in die Ahnenreihe handelsüblicher Religionen zu stellen, übrigbleiben wird, wird sich zeigen. Ohne sich zur faulen Ausrede eines gewissen Dr. Jekyll zu mausern, wird sich kein Deutscher der Frage entziehen können, was von dieser Darbietung zu halten ist. Anders ausgedrückt: So wie es nicht im Ermessen der Deutschen liegt, unter welchen Bedingungen ihre politischen, ökonomischen und sonstigen Institutionen welche Funktion innehaben, ist es ihnen genauso wenig überlassen, darüber zu entscheiden, unter welchem Zeichen man sich in Deutschland über den Islam auslässt. Das „andere Deutschland“ zeugt vom Ersteren, der „German Islam“ vom Letzteren. Solange es den Deutschen vergönnt bleibt, den Zusammenhang zwischen diesen beiden Figuren zu durchschauen, werden sie eine eigens auf sie gemünzte Verantwortung darin sehen, nicht als unliebsame „Himmelsstürmer“ dazustehen, und doch nie umhin können, diesen Eindruck zu erwecken, während der Unglaube (der auf den Kapitalismus setzt) alles daransetzt, die einzige Möglichkeit seiner Überführung bis zur Unkenntlichkeit zu entstellen.

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