Nur zu gerne unterschieden wir zwischen denen, die sich an dem ergötzen, was ihnen in den Rachen geworfen wird, und jenen, die einzig in der Gottergebenheit Befriedigung suchen. Um eine Welt, die sich gerade daran mästet, diese Unterscheidung der Lächerlichkeit preisgegeben zu haben, kommen wir nicht drum herum. Denn eine Welt des Primats des Kapitals, nicht gewillt, ihr Schicksal herauszufordern, glaubt drauf und dran zu sein, einen Schlussstrich unter den Islam zu ziehen – indem sie den Bestand derjeniger Umstände sicherstellt, unter denen die Menschen lediglich das gewillt sind, anzunehmen, was ihnen den Zugang zu den Segnungen des Kapitalismus nicht verwehrt. Der Islam ist weder der Dritte im Bunde noch auch einer von Dreien in der engeren Auswahl. Angefangen bei Adam, sandte Gott den Menschen Propheten, damit sie nicht wähnen, der (eigene) Herr im Hause zu sein – und so sie darum wissen, worin die Niedrigkeit und Größe des Menschen einzig zu suchen ist. Was hieraus geworden ist, lässt sich an dem Ausspruch ablesen, den diejenigen, die davon profitierten, dass der Islam von Anbeginn an ein Waisendasein ohne Zuhause führte, Jesus in den Mund legten: „Der Prophet gilt nichts in seinem Vaterlande“. Doch waren es diejenigen, die die Europäer vorzugsweise „Türken“ nannten und an denen sie schwer zu knabbern hatten, die dem Islam schließlich eine Heimat gaben – indem sie das Unterscheidungsmerkmal der Gottergebenheit zu ihrer ausschließlichen Existenzgrundlage erhoben. Der Unglaube verdankt der europäischen Zivilisation viel. Ist es doch heute unter der Ägide des Dollars, dass alles darangesetzt wird, die „Unverhandelbarkeit namens Türkentum“ vermöge einer vom Sanktionsmechanismus des Dollars in Auftrag gegebenen Verfassung ad acta zu legen. Nichtsdestotrotz: Es gehört zu den sonderbaren Fügungen des Schicksals, uns in einem Land wissen zu dürfen, von dessen erstem Reichskanzler und -gründer Otto von Bismarck es heißt, gesagt zu haben: „Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt“. Niemand, dem es nicht schnuppe ist, was sein Leben hochhält, wird sich der Tragweite dieses Satzes verschließen können. Dass dem so ist, darauf möchten wir bauen.

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