Wann können wir von einem deutschen Islam ausgehen?

Was berechtigt uns dazu, zu behaupten, oder woher wissen wir, dass knapp 5 Mio Muslime in Deutschland leben? Anders gefragt: Gibt es irgendetwas, woran sich die Existenz von soundsoviel Muslimen in Deutschland ablesen oder festmachen lässt? Und wenn ja, woran? An hitzigen Leitkulturdebatten etwa oder eine gewisse Demonstrativität nie entbehrender Sichtbarkeiten wie die Verschleierung von muslimischen Frauen?

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Über Uns

Wer sind „wir“? Weder davon, warum es den Deutschen im letzten Jahrhundert vergönnt blieb, ein über ihr eigenes Schicksal bestimmendes „Wirgefühl“ zu entwickeln, noch auch davon, was den Islam mit der „Moderne“ in welche Beziehung setzt, lässt sich diese Frage trennen. Da, wo sich diese beiden Fragen einander berühren, ja umschlingen, sucht der Verein Deutsch Schreibende Muslime seine Existenzberechtigung. Ob sich deutsche und deutschsprachige Muslime werden zusammenfinden können, willens und fähig, zu erkennen, worin das Entscheidende dieser Fragen liegt, erst das wird darüber entscheiden, wer wir sind.

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Die Aufgabe deutschsprachiger Muslime

Nur zu gerne erwiderten wir auf die Fragen Wo stehen wir heute? und Wohin gehen wir?: „Dahin, wo diese Fragen einer Antwort harren“ – duamız bu* Nur in dem Maße, in dem wir uns nicht zu schade sind, das Vertrauen derer zu suchen, die sich einen Sinn für das Schmach- und Unheilvolle bewahrt haben, können wir auch hoffen, nicht zum Verhängnis anderer zu werden. Darüber sollten wir uns voll und ganz bewusst bleiben. Doch was ist das Schmach- und Unheilvolle, was das Vertrauenswürdige?

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Who’s the worst master?

Die Frage ist, wovon wir uns bewahrt wissen wollen. Lebenserfahrung ist, was uns dazu verhilft, den Unterschied von Theorie und Praxis über Bord zu werfen. Unser Leben ist voll von an uns abprallenden Ereignissen, die uns in dem Maße die Augen öffnen, in dem wir einen moralischen Schaden nicht an Bedingungen knüpfen. Goethes „Wandrers Nachtlied“ mit dem Eingangsvers Über allen Gipfeln ist Ruh stimmt uns für ein Bewusstsein für das Entwürdigende dessen ein, das Leben als etwas Gegebenes zu betrachten.

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Was schulden die Deutschen den Alliierten? Oder: Über allen Gipfeln ist Ruh

Spaghettiwestern sind italienische Western-Produktionen. Liegt Italien doch im äußersten Osten dessen (nämlich Europa), das das, was den „Westen“ ausmacht, sich nicht erst überwinden musste, um sich seiner zu entledigen. Der Kapitalismus schöpft heute seine Dynamik und Kraft nicht mehr aus den Gebieten seiner Wiege, hält vielmehr diese mit allerlei Peinlichkeiten wie „Flüchtlingskrise“, „Abgasskandal“ und chinesischen Dumpingwaren auf Trab.

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Wer wir sind, entscheidet sich daran, wem wir was schulden

Weder möchten wir darauf verzichten, zu glauben zu wissen, wie alles, was uns ständig an Berichtenswertem serviert wird, das Produkt eines offenkundig manipulativen Selektions- und Verzerrungsmechanismus ist, noch auch darauf, seitens dieses jeglichem Bewusstsein spottenden Apparates zum Besten gehalten zu werden. Wahres verdankt seine aufklärende Eigenschaft nie dem Umstand, dass es den Tatsachen entspricht, sondern ist allein darin begründet, wer sich auf ihn beruft. „So wahr mir Gott helfe“ – das ist kein Eid auf die Wahrheitstreue, sondern drückt das einzig Vertrauenswürdige aus. „So wahr mir Gott helfe“ – das ist kein Eid auf die Wahrheitstreue, sondern drückt das einzig Vertrauenswürdige aus.

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Western Normality oder die geschluckte Kröte

Don’t grow up, it’s a trap! Was können wir uns davon versprechen, der Frage nachzugehen, ob wir diesen Ratschlag zur Wahrung unserer arglosen Unschuld oder Unbeflecktheit beherzigen können; keine eigennützigen Hintergedanken oder Nebenabsichten zu hegen, sozusagen nie mit verdeckten Karten zu spielen? Nur als ein untrügliches Indiz für unsere Erinnerungsbedürftigkeit können wir der Empfehlung zur Wahrung unserer unschuldigen oder unbefleckten Unvoreingenommenheit etwas abgewinnen.

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Wer braucht den Terror? Wer fürchtet den Terror?

Kein Tag vergeht, an dem Muslime sich nicht dazu veranlasst sehen, per „islamistischem Terror“ erregten Gemütern mit pazifizierenden Worten und Handlungen besänftigend zuzureden. Wer es sich’s nicht verkneifen kann, dem gilt es als Gebot der Stunde, einen jeden dieser Anlässe wahrzunehmen und sich vom Extremfall islamistischer wie auch jeder anderen Couleur jenseits von Gut und Böse abzusetzen. Gilt ihnen der Islam doch nicht nur als die friedliebende Religion schlechthin, sondern zugleich der an das Friedenstiftende im Menschen appellierende Glaube überhaupt.

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Das Paradox Europas

Wann immer wir die Folgen der Islamisierung Anatoliens im 11. Jahrhundert mit dem Aufkommen eines kapitalistischen Weltsystems in Zusammenhang bringen, kann es uns nicht um die kausalen Umstände der Genese des Kapitalismus gehen. Kausalzusammenhänge sind und bleiben für den Menschen eine Terra incognita. Unabhängig von unseren Neigungen und Abneigungen, dem, worauf unser Leben anspricht und was ihn kalt lässt, lässt sich ein Zusammenhang zwischen zwei Ereignissen nicht begründen.

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Wenn die Frage die Runde macht: “Wollt ihr denn ewig leben?”

Deutsch schreibende Muslime. Zumal wir für zweierlei den Blick schärfen müssen. Erstens: Scheuen wir die Frage, wovon sich unser Leben was verspricht, werden wir uns auch weiterhin an dem vergnügen, woran er im Grunde Schaden nimmt. Zweitens: Nur in dem Maße, in dem das, was wir unser Eigen nennen, die Frage aufwirft, was wem zusteht und was nicht, können wir davon ausgehen, unser Leben dem Leistungsprinzip unterstellt zu haben…

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Die deutsche Frage: Surrogat für deutscher Islam

Von der „Heimat des Islam“ zu sprechen, dürfte zweifach befremden. Entweder wird man die Bodenständigkeit des ersten der Penetranz des anderen gegenüberstellen oder den Universalitätsanspruch des zweiten mit der Ausgrenzungstendenz des ersten nicht vereinbaren können. Je nach dem, welchem Namen man Ehre machen will – dem eines aufgeklärten Muslim oder aufgeschlossenen Patrioten. In jedem Fall wird man sich ereifern, den Vorwurf eines sich trefflich ergänzenden Gespanns vorwegzunehmen…

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Wo sind unsere gottesfürchtigen deutschen Brüder?

Nur zu gerne unterschieden wir zwischen denen, die sich an dem ergötzen, was ihnen in den Rachen geworfen wird, und jenen, die einzig in der Gottergebenheit Befriedigung suchen. Um eine Welt, die sich gerade daran mästet, diese Unterscheidung der Lächerlichkeit preisgegeben zu haben, kommen wir nicht drum herum. Denn eine Welt des Primats des Kapitals, nicht gewillt, ihr Schicksal herauszufordern, glaubt drauf und dran zu sein, einen Schlussstrich unter den Islam zu ziehen…

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Die letzte Hoffnung eines aufatmen wollenden Kapitalismus: Ein heimatloser Islam

Es kann nicht sein, dass wir meinen, über etwas im Bilde zu sein und uns zugleich darüber im Unklaren sind, was unser Übel ausmacht und wie wir uns davor bewahren können. Eine Haltung, die daherkommt, wie wenn sie die Wahrheit für sich gepachtet hätte, vermag nie über ein immanentes Achselzucken hinauszukommen. Ihr wird es immer nur um Schadensbegrenzung gehen. Es ist daher der Dünkel, was unser Unwissen ausmacht, unser Wissen anhand der Grenzen unseres Erkenntnisvermögens, der Schranken, die ihm gesetzt sind, abstecken zu können…

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Wessen Freund ist der Deutsche?

Niemand will zum Narren gehalten werden und doch in vollen Zügen Narrenfreiheit genießen dürfen. Geistige Unzulänglichkeit entscheidet sich in erster Instanz an den Dingen, die wir nicht übers Herz bringen, hochkant in den Wind zu schießen. Diejenigen Sachen, ohne die der Mensch meint, nicht auskommen zu können, gibt uns Aufschluss über sein geistiges Niveau. In welcher Angewiesenheit ist unser Charakter zu Hause?…

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Denjenigen, die den Deutschen eine Realitätsnähe absprechen, kann es einzig darum gehen, sie auch weiterhin vom Islam fernzuhalten

Wenn derjenige (ob Muslim oder Nicht-Muslim), der vorgibt, mit dem Islam gut auszukommen, nicht umhin kann, zwischen der Religion als solche und ihrer Gefolgschaft zu differenzieren, während der, der auf gespannten Fuß mit ihm setzt, sich zu solch einer gewagten Grätsche nicht zu bemüßigen braucht, um ihn schlankweg abzulehnen, so mag das daher rühren, dass man etwas nur als Ganzes annehmen oder ablehnen kann…

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Die Nähe zum Islam misst sich an der Türkei als Hort des Islam als einer Religion mit weltlichem Anspruch

Ist es nicht ein menschlich zutiefst kränkendes Gefühl, sich im Besitz eines Lebens zu wissen, das durch Handlungen derer, denen ihr Schwachsinn im Gesicht geschrieben steht, in Gefahr gebracht werden kann? Die Art der Gefahr gibt Aufschluss über unser Leben. Bei einer den Tod als letzte Instanz nicht in Rechnung stellenden Angst kann es sich nur um ein Muffensausen handeln. Angst muss aber zugleich ein Gewahrwerden dessen sein, was uns zu einem „moralischen Rückgrat“ verhilft…

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Der Befreiungsschlag gottesfürchtiger Deutscher: Der Islam

Wer könnte abstreiten, dass uns das Leben eine Reife stiftende Begeisterung nicht abzuverlangen vermag, indes eine des Liebens wie auch Hassens unfähige Ambitionsfähigkeit voraussetzt. Wie wir ihn auch benennen – während die Übermacht eines sich auf den ganzen Globus erstreckenden Etwas nicht zu leugnen ist, läuft diese keinesfalls auf die Überlegenheit von (uns die Augen öffnenden) Werten welcher Art auch immer hinaus…

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Gründungsdeklaration

Ein Verein, noch dazu für deutsch schreibende Muslime. Hieße das nicht, sich eine dreifache Blöße zu geben? Denn wer schreibt, weckt Erwartungen. Entweder ist er des nachhaltigen Eindruck-Schindens fähig oder seine Worte werden als dozierendes Gehabe abgetan. Wer dann noch deutsch schreibt, täte gut daran, sich bewusst zu machen, in einer Sprache zur Feder zu greifen, in der man eher damit rechnen muss, dass einem auf die Finger geschaut wird; und dies gewiss nicht in empfänglicher Disposition. Und wer schließlich beabsichtigt, sich als Muslim schriftlich kundzutun, schreibt als ein eindringlicher Versicherer, wenn nicht mit dem Stigma der Unbelehrbarkeit. Ob er sich hierauf einlässt, sei dahingestellt. Doch so einfach liegen die Dinge indes nicht…

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